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 Betreff des Beitrags: Die Zerstörung von schwedischen Altstädten
BeitragVerfasst: 22. Nov 2009 12:47 
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In diesem Thread werde ich verschiedene Beispiele von die Zerstörung von Altstädten in Schweden.

"Es weicht ein bisschen von Thema aus. Ich denke aber das Stockholm kann so viel von Dresden lernen. Hoffentlich haben die Moderatoren ein bisschen Gedult.

Stockholm kann wirklich von Dresden lernen. Die Altstadt-inseln war nicht wirklich die Zentrum von Stockholm sondern die nördliche Viertel Klarakvarteren. Die Klara-kvarteren war ein geschlossene Barockzentrum und Geschäftzentrum. Man hat fast alles abgerissen. Die Altstadt heute ist nur max 10 - 20 Procent von der historische Innenstadt. So die Zerstörungsgrad von Historische Zentrum ist beträchtlich. Diese Viertel war eng und urig. Man glaubte es kam die Zweite Weltkrieg hier. Das war einmal eine die grösste Barocke Stadtzentrums von Europa. Alles abgerissen. Die Altstadt von heute ist klein und entspricht nicht Schwedens Rolles als Grossmacht in die 1800-Jahrhundert.

Vor Abriss:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... 00247S.jpg
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... a_1930.jpg
http://hellbom.files.wordpress.com/2008 ... et-001.jpg

Beim Abriss:
http://3.bp.blogspot.com/_cJDCczxO8YY/S ... lt.asp.jpg
http://www.stockholmskallan.se/php/fupl ... SMC36S.jpg

Heute:
Fast gleiche Blich wie erste Bild
http://www.prettypop.net/photos/2007/20 ... ower_2.jpg
http://www.almair.se/city.jpg
http://storasyster.webbop.fi/data/stora ... lsTorg.jpg

Dresden bildet da eine gelungenge Beispiel für Stockholm. Auch in totalzerstörter Ort gibt es möglichkeit für ein Teilwiederaufbau.

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Zuletzt geändert von Johan am 22. Nov 2009 14:59, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Zerstörung von Schwedischen Altstädten
BeitragVerfasst: 22. Nov 2009 12:48 
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Meine Heimatstadt Malmö wurde ja auch zu 70 procent abgerissen.

Carolikvarteren in Malmö. Alles was ihr sieht gibt nicht mehr.

Vor Abriss
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... a_1943.jpg

Heute
http://www.bing.com/maps/?v=2&cp=t810tc ... sty=b&eo=1

Fortschritt war in Schweden alles. Und für die Fortschritt hat man fast alles geopfert. Und jetzt zurück zum Thema. Wenn Dresden so gelungen wird könnte man das als ein Beispiel für Schweden benutzen. Caroloiviertel und Lugnetviertel in Malmö oder teile von Klarakvarteren in Stockholm wiederaufzubauen. Da seid die Deutsche jetzt viel weiter als die Schweden.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Zerstörung von schwedischen Altstädten
BeitragVerfasst: 22. Nov 2009 14:55 
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Johan, die meisten dieser links führen ins Leere, kannst du das nochmal korrigieren bitte? Mich würden die Vergleichsansichten wirklich interessieren. :)

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„Die Errichtung der viel beschworenen menschlichen Stadt ist der Moderne nirgendwo gelungen.“
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 Betreff des Beitrags: Re: Die Zerstörung von schwedischen Altstädten
BeitragVerfasst: 22. Nov 2009 15:02 
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 Betreff des Beitrags: Re: Die Zerstörung von schwedischen Altstädten
BeitragVerfasst: 22. Nov 2009 15:42 
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Heftig! Warum sind diese Tatsachen nicht bekannter? Ich höre das erste Mal davon.


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Zerstörung von schwedischen Altstädten
BeitragVerfasst: 22. Nov 2009 15:47 
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Im Unterschied zu uns bekamen die Schweden als "Entgelt" für solch enthemmten Fortschrittsglauben das, was mal unter dem Label "bester Staat der Welt" bekannt war. Wären die uns wohlbekannten soziokulturellen Folgen dieser Fettlebe nicht eingetreten bzw. die Einwanderung verantwortungsbewußt gehandhabt, besäße das Modell an sich noch immer Vorbildfunktion. Die Deutschen haben, unterm Strich, für ihre Selbstverfortschrittlichung weit weniger bekommen.


Um Stockholms Barockzentrum (geopfert dem berüchtigten "Drei-Millionen-Programm" zur totalen Modernisierung) würde es mir, wäre ich Schwede, übrigens weniger leid tun als um die Zerschlachtung von Malmö, dessen Kern sich wahrscheinlich mit dem niedersächsischer Fachwerkstädte messen konnte - nur eben genuin schwedisch - was beim Barock mindestens fraglich ist.
Welche Initiativen gibt es denn für eine Rekonstruktion dieser Kerne und wie stehen deren Chancen (nach diversen Quellen gebärden sich die linksliberalen Volkserzieher in Schweden noch um einiges agressiver ggü. dem Mehrheitsempfinden als in der Bundesrepublik) ?

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Zerstörung von schwedischen Altstädten
BeitragVerfasst: 22. Nov 2009 17:54 
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@Wissmut
Du hast im Prinzip Recht. Aber Malmö gehört kulturell nicht nach Schweden. So die Zerstörung von Malmö ist eine Vernichtung von Schonische (und auch Dänische Kulturgüter). Fachwerk gab nie in Schweden; nur in die Dänische Raum. In Malmö könnte man bitter sein dass man zu Schweden gehören . Schonen gehörte ja bis 1700-Jahrhundert Dänemark. Die Dänen waren nur halb so fanatisch wie die Schweden. Malmö und Landskrona waren die Schonische Schönheiten: Dänische Mittelalter und Schwedische Barock. Heute haben wir nur Lund und Ystad: Universitätsdorf und Wallander-mini-Fachwerkstadt

Barock und Holzhäuser waren die Nationalarchitektur von Schweden. Schweden hatte eine eigene gemütliche Barock entwickelt. Städten wie Stockholm, Norrköping, Landskrona und Uppsala waren alle gemütliche Barockstädten. Holzarchitektur wurden auch abgetragen. Daduch erscheint jetzt Schweden im einheitlichen 1950 – 1970-stil.

Ich werden die folgende Zeit mehr Beispiele davon zeigen.

@Youngwoerth
Schweden hat ein viel zu gutes Ruf. Die Schwedische Staat hat sich auch extrem viel (bösartiges) geleistet. Ich werde über das in akademischen Formen ein Artikel schreiben. Es gibt viele Faktoren zu diese radikale Umbau von die Schwedische Staat und Gesellschaft. Die Architektur und die Städteleben hat extrem davon gelitten. Nimmt mal Norrköping; Schweden ehemalige zweite Stadt. Von die Russen runtergebrannt und im Barock wiederaufgebaut. Die Innenstadt von Heute ist nur ein Viertel von seine ehemalige Grösse. Ironisch sind die historische Industrieviertel besser erhalten als die Altstadt selber. Aus ein Barocke Stadtanlage mit Innenhöfen haben wir heute ein graue Schwedische Stadt mit null Charme. Man hat dort sogar die historische Wohnhaus von Schwedens größte Poet und Liedermacher Bellman abgerissen. Rat mal für was? Für Parkplätzen!

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Zerstörung von schwedischen Altstädten
BeitragVerfasst: 22. Nov 2009 18:33 
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Nicht nur Barock musste weg sonder auch Gründerzeit/Jugendstilhäuser. Hier ist ein Beispiel: Sagerska Husen (Gebaut von die Fransösische Architekt Jean Litoux 1903) Es liegt in Stockholm in die Nähe von Kungsträdgarden.

Vor Abriss:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... n_1968.jpg

Heute:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... _2009a.jpg

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Zuletzt geändert von Johan am 22. Nov 2009 19:56, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Zerstörung von schwedischen Altstädten
BeitragVerfasst: 22. Nov 2009 18:49 
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>>Städten wie Stockholm, Norrköping, Landskrona und Uppsala waren alle gemütliche Barockstädten.<<

Nun ja, vielleicht hege ich als in Weimar ansässiger auch gewisse unberechtigte Vorurteile ggü. barocken u. klassizistischen Städten und bevorzuge das "Altgewachsene".

Mea Culpa für das genuin schwedisch. ;-)
Malmös Verluste sind auch aus dieser Warte hinaus tragisch - denn Schonen selbst dürfte eines der ältesten ungebrochenen Kulturgebiete Europas sein; älter noch als die heute als Dänemark und Schweden bekannten Gebiete...und erst recht Deutschland.

Weißt du übrigens, daß mich so einiges (ich bin durch das Neubaubild drauf gekommen, die bronzefarbenen Scheiben!) an der skandinavischen Fortschrittsarchitektur an die mittlere DDR (1961-1980) erinnert ? Gewisse Stockholmer Fünfgeschosser-Zeilen u. "verputzter Blockwohnbau LS 5Kn "Typ Magdeburg" sind nahezu identisch...*fg*


>>Die Architektur und die Städteleben hat extrem davon gelitten.<<

Nicht zu vergessen die heutige Kriminalstatistik... :(

Stockholmer Kriminalstatistiken thrillen heftiger als Wallander & Co. ;-)

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Zerstörung von schwedischen Altstädten
BeitragVerfasst: 22. Nov 2009 20:17 
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@Wissmut
Fortschrittglauben hatte auch fast keine Grenzen. Die Glauben an die neue und die Löschung von die Alte prägte fast alles. Postkartenmotive waren nicht mehr nur Stockholms Altstadt, Stadtmauer von Visby oder Kalmar Schloss sondern die Fortschritt selber. Es gibt es grosse Serie von Fortschrittpostkarten. Ist das nicht malerisch?

http://www.jarnling.se/Vykort%20Hudding ... 201973.jpg

Diese authentische Postkarten zeigen die Vorort Flemingsberg/Huddinge: einmal gedacht als Musterbeispiel für Städtebau und Urbanität. Weg von Barockaltstädte, enge Gassen und viel mehr Fortschritt und Modernität. Man kann es auch beim andere Postkarten sehen: Fortschritt zu jedem Preis. Schweden sind keine armes Land mehr. Schweden sind moderner als USA, Deutschland und England.

Hier gibt mehr echte Postkarten von Schweden. Leuten haben wirklich solche geschickt:
http://bibtech142.files.wordpress.com/2 ... skogas.jpg
http://2.bp.blogspot.com/_ciu5BPRK-vw/S ... _solna.jpg
http://www.gamlavykort.nu/forum3/upload ... o_torg.jpg

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Zuletzt geändert von Johan am 23. Nov 2009 11:33, insgesamt 2-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Die Zerstörung von schwedischen Altstädten
BeitragVerfasst: 22. Nov 2009 21:52 
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Zitat:
denn Schonen selbst dürfte eines der ältesten ungebrochenen Kulturgebiete Europas sein; älter noch als die heute als Dänemark und Schweden bekannten Gebiete...und erst recht Deutschland


Schonen (mit Halland und Blekinge) war genau so dänisch wie Fünen und Jütland - nur bedeutender. Hier war in Lund der dänische Erzbischof zu Hause, Malmø war die zweitgrösste Stadt. Man meint übrigens, dass der Name Dänemark aus Blekinge stammt.

Malmø hätte sicherlich wie Helsingør aussehen können. Die Bauprojekte der Innenstadt der letzten Jahren deuten keineswegs auf eine Verbesserung hin. Vor kurzem wurde einen Bauhaus-Klotz hinterm Lilla Torg - dem schönsten Platz - fertiggestellt. Jetzt überragt er die kleinen Fachwerkhäuser.

Die Zerstörung der Schonischen/dänischen Baukultur hat schon im 19 JH begonnen, als man sehr viele Dorfkirchen abgerissen hat - In DK stehen sie alle noch.

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"Unsere große Aufmerksamkeit für die Belange des Denkmalschutzes ist bekannt, aber weder ökonomisch noch kulturhistorisch lässt es sich vertreten, aus jedem alten Gebäude ein Museum zu machen." E. Honecker


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 Betreff des Beitrags: Re: Die Zerstörung von schwedischen Altstädten
BeitragVerfasst: 22. Nov 2009 22:02 
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Solche Postkarten gab es sonst nur im Ostblock. Ich bin schon ein bißchen schockiert über Deine Informationen - der Bildvergleich mit dem 19. Jhdt-Prachtbau hat mich überzeugt. :(


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