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 Betreff des Beitrags: Re: Erding und das Erdinger Hinterland
BeitragVerfasst: 5. Feb 2010 06:05 
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Erding
img_034mwqi.jpg = Dorfener Straße 1


Erding, Dorfener Straße 1
Und dieses auch mir bekannte, stadtbildprägende Gebäude ist auf der Denkmalliste nicht zu finden. Sollte es ein Neubau sein oder beobachten wir zum gefühlten 483. Mal die Unausgewogenheit der Unterschutzstellungen?

Erding, Prielmayerstraße 1
O mei, geht's auch in Erding nicht ohne so einen Schrott wie die Erweiterung des Museums? Dabei sieht man doch so deutlich, dass die Bevölkerung mit angepassten Neubauten das gemütliche Bild der Erdinger Altstadt zu erhalten versucht. Und die Stadt macht sowas :augenrollen:. Auch wenn es bereits außerhalb der Altstadt, jedoch in der gleichwohl historischen Landshuter Vorstadt ist, ein schlechtes Vorbild. Überall dasselbe!
Wenn ich das aber richtig sehe, schließt der Neubau östlich an das Antoniusheim an und liegt damit zumindest etwas versteckt. Aber viel besser wird's dadurch auch nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erding und das Erdinger Hinterland
BeitragVerfasst: 5. Feb 2010 12:27 
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Was habt ihr denn? Der Anbau des Museums fügt sich doch perfekt in die Umgebung ein und vor allem sieht es regionaltypisch bayrisch aus. :augenrollen: (Ironie aus)

Du meine Güte, für so etwas wird auch noch Geld bezahlt. :?
Über das "Ding" wird in 30 Jahren so hergezogen und geschimpft, wie heute über Gebäude aus den 70er-Jahren.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erding und das Erdinger Hinterland
BeitragVerfasst: 5. Feb 2010 14:31 
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sehr bemerkenswert finde ich auch , wie man gerade diese Heimatmuseumserweiterung mit "hübsch anzusehen" und "schmiegt sich an" assoziieren kann oder vom äußerlichen ein Gebäude, das ältere Fotos oder Erinnerungsstücke aus Erding beherbergt, darin erkennen soll. Womöglich meint man damit mehr Interessenten ins Heimatmuseum zu bekommen? Der Anbau ist aber tatsächlich zumindest von den Straßen aus kaum wahrzunehmen und auch entsprechend schlecht zu fotografieren.
Moderne Museums(an)bauten sind jedenfalls ein wie ich finde großes Übel (zumindest wenn sie in historischen Stadtlandschaften stehen), siehe Nürnberg Dürerhaus, Augsburg Diözesanmuseum, München Brandhorst, Iphofen Knauf-Museum, Würzburg Museum am Dom, Waiblingen Galerie Stihl, Ulm Sammlung Weishaupt, Waidhofen/Ybbs, Horn/NÖ, Linz/Donau Schloßmuseum usw. (Tendenz offensichtlich zunehmend).

Auf den Inhalt bezugnehmend und von daher recht interessant finde ich das Dt. Hopfenmuseum in Wolnzach:
http://www.museenland.de/hopfenmuseum.html

bzgl. Dorfener Str. 1
die selbe Frage stellte ich mir auch.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erding und das Erdinger Hinterland
BeitragVerfasst: 5. Feb 2010 18:38 
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Ja, das mit den Museen ist wirklich eine Pest. Gerade das Diözesanmuseum in Augsburg (Kornhausgasse 3) ist ein Schlag ins Gesicht, so dass ich dieses Haus i. a. R. gar nicht erwähne, weil ich nicht daran denken mag.

Eine andere Gruppe sind die Bauten für Bibliotheken. Auch hier hat man sich in Augsburg negativ hervorgetan (Ernst-Reuter-Platz 1), natürlich neben Ulm (Vestgasse 1). Viel besser hier übrigens Würzburgs Stadtbibliothek (Marktplatz 9) im Falkenhaus und Erweiterung.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erding
BeitragVerfasst: 19. Feb 2010 11:45 
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Stadt Erding Teil 2

Nun weitere Bilder aus Erding vom nord-südlaufenden Straßenmarkt, der Langen Zeile, ehemals Getreide- und Viehmarkt, im Norden einst vom im 19. Jh. abgerissenen Freisinger Tor abgeschlossen:

Bild
Stadtpfarrkirche und Weißbräu

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Weißbräu (Lange Zeile 1)

Auffallend abwechslungsreich ist in Erding die Gestaltung der Erker.

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Lange Zeile, Westseite mit dem einstigen Palais des Freiherrn von Widmann, bis vor einigen Jahren Landratsamt, jetzt Erdinger Lokalzeitung, erbaut 1782, mit ungewöhnlicher Kombination aus Portalvorbau und Erker

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Lange Zeile 10

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das zugehörige Gartenhaus an der rückseitig verlaufenden Stadtmauer

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Lange Zeile 18 und 20 zwei der etwa ein Dutzend in das 17./18. Jh. zurückgehenden Häuser in der Langen Zeile

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Lange Zeile, Westseite nach Süden, die drei Zinnenaufsätze am Stadthotel (zweites Haus von rechts) nach 1979 hinzugefügt. Das Haus links daneben mit Giebelausbau aus der selben Zeit (davor gerader Behelfsabschluß)

Bild
Lange Zeile, Ostseite, das Haus in der Bildmitte einst der Glaserwirt, mit polygonalem Erker, typisches Beispiel für typisch altbayrische „Patina“

Bild



Noch weitere ganz aktuelle Aufnahmen von diesem Monat:

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Westseite der Langen Zeile nach Süden, vor dem Turm die neugotische Schrannenhalle, rechts die Nr. 1, 3, 4 und 6 (aus welchem Grund auch immer beginnt die Westseite mit ungeraden Hausnummern, wird gerade um dann wieder ungerade zu werden, die Ostseite andersrum)

Bild
Westseite nach N, links das Haus Nr. 12 mit dem um 1980 gestalteten Giebelabschluß

Bild
Lange Zeile, Ostseite nach N

Bild
Lange Zeile, Ostseite mit dem Turm der Frauenkirche im Hintergrund, links die Nr. 2

Die Lange Zeile ein typisch altbayrischer Straßenmarkt, sozusagen stellvertretend für andere Städte, Märkte und Orte im näheren und weiteren ländlichen Umfeld (Dorfen, Vilsbiburg, Velden, Neumarkt, Haag, Grafing, Markt Schwaben, Moosburg/Isar usw.), nach Osten zu wirds aber schnell Inn-Salzach-lastiger.

Auch in Erding am Kleinen Markt ist die Nähe des Inns schon spürbar:
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Schrannenmarkt mit Frauenkirche zur Faschingszeit:
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Westseite der Friedrich-Fischer-Str., ältere und neuere Bebauung:
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Ausleger vom Gasthof Post

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alte Hausmadonna

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Kordonhausgasse 7

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an der Sempt, unten von der Landshuter Straße aus

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Rest der Stadtmauer am Heiliggeisthof


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 Betreff des Beitrags: Re: Erding
BeitragVerfasst: 19. Feb 2010 12:41 
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Erding Teil 3

Bilder von der Stadtpfarrkirche Sankt Johannes, eine dreischiffige Hallenkirche Landshuter Bauschule, Baubeginn um 1370, Weihe des Langhauses 1464, die Barockisierung 1880-82 rückgängig gemacht

Bild
der (für Altbayern völlig untypisch) vom Kirchenschiff getrennt stehende Glockenturm, um den die Schrannenhalle herum gebaut wurde

Das Innere mit neugotischen Altären und etlichen älteren Ausstattungstücken aus der Erbauungszeit:

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der Chorbogenkruzifixus von Hans Leinberger, um 1525

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im neugotischen Hochaltar ein älterer Johannes der Täufer vom Meister der Blutenburger Apostel

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Bild

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hl. Erhard

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Ölbergrelief von 1464

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Am Rätschenbach 14

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Am Rätschenbach 14 und 12

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Am Rätschenbach 12 mit weit vorspringendem Satteldach und über Eck gestellten Eckerker, das Haus daneben nach 1978 stark modernisiert bzw. durch einen an das alte Bürgerhaus orientierten Neubau ersetzt, dort heute die Stadtbücherei.

Bild

Bild
Münchner Straße 20, das ehem. Palais Rivera von 1712 in der Münchner Vorstadt

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Bild
Münchner Straße 6, stark modernisiertes einstiges Handwerkerhaus, die Nr. 12 war ein weiteres älteres Bürgerhaus mit sehr geringer Dachneigung, irgendwann nach 1978 wurde es abgerissen, nach wie vor gähnt dort eine Lücke


Langengeisling im Norden Erdings

Bild
die Pfarrkirche von Langengeisling, heute ein Stadtteil Erdings, mit einem weiteren klassischen „Anton-Kogler-Turm“


Zwei Bilder noch aus dem kleinen Freilichtmuseum am Stadteingang von Taufkirchen / Vils kommend, in unmittelbarer Nachbarschaft der Fliegerhorst:

Bild
Wohnstallhaus aus Rindbach (19. Jh.)

Bild
Getreidekasten aus Niederneuching von1581


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 Betreff des Beitrags: Re: Erding und das Erdinger Hinterland
BeitragVerfasst: 21. Feb 2010 08:03 
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Am Rätschenbach 12

Markus hat geschrieben:
Bild
Am Rätschenbach 12 mit weit vorspringendem Satteldach und über Eck gestellten Eckerker

Dieses Haus erinnert mich an das Oberland (das ist in etwa der Raum zwischen Schongau und Miesbach).


Am Rätschenbach

Markus hat geschrieben:
Bild

Nicht zuletzt wegen des Hauses Nr. 12 erinnert die Atmosphäre dieser Gasse an andere zurückliegende, gemütliche Gassen von Altstädten in Oberbayern und Schwaben.


Münchener Straße 6

Markus hat geschrieben:
Bild
Münchner Straße 6, stark modernisiertes einstiges Handwerkerhaus, die Nr. 12 war ein weiteres älteres Bürgerhaus mit sehr geringer Dachneigung, irgendwann nach 1978 wurde es abgerissen, nach wie vor gähnt dort eine Lücke

Das Haus ist - im Gegensatz zu dem nicht mehr vorhandenen Nr. 12 - nicht in der Denkmalliste eingetragen!

Der Erker erinnert an den Erker von Alte Bergstraße 171 in Landshut. Bei der Suche nach einem Bild im Internet habe ich das hier gefunden, ein Hinweis darauf, dass sich Markus' Galerien immer mehr zu der Fundgrube einschlägiger Bilder schlechthin entwickeln :D:

Markus hat geschrieben:
Bild
das Haus Alte Bergstraße 171 mit Flacherker
(viewtopic.php?p=75439#p75439)


Hausnumerierung in der Langen Zeile

Markus hat geschrieben:
aus welchem Grund auch immer beginnt die Westseite [der Langen Zeile] mit ungeraden Hausnummern, wird gerade um dann wieder ungerade zu werden, die Ostseite andersrum

Die Westseite von Süd nach Nord: 1, 3, 4, 6, 8, 10, 12, 14, 14 a, 16, 18, 20, 22, 24, 26, 27, 28, 28 a, 29, 30, 31
Die Ostseite von Süd nach Nord: 2, 5 a, 5, 7, 9, 11, 13, 15 a, 15, 17, 19 a, 19, 21, 23, 25

Dies ist vielleicht ein Relikt einer alten Numerierung.

Eine Form der Numerierung geht so, dass die Häuser in ihrer Reihenfolge ohne Rücksicht auf ihre Lage links oder rechts numeriert sind. Die Nummern gehen also in Einzelschritten auf einer Seite entlang, bis auf der anderen Seite wieder ein Haus kommt. Auf diese Weise gibt es manchmal mehrere aufeinanderfolgende Nummern auf einer Seite, bis es wieder auf die andere Seite wechselt. Manchmal ist es auch etwas unregelmäßig: zu lange auf einer Seite, obwohl es bereits wieder wechseln müsste. Wenn auf einer Seite Schluss ist, geht es auf der anderen Seite in Einzelschritten weiter - logisch. Ungerade und gerade hat in diesem System keine Bedeutung.

Diese Art der Numerierung gibt es gelegentlich, unter anderem in ländlichen Gemeinden, in denen schon früh die Straßen benannt wurden. Es müsste auch in Neumarkt i.d. OPf. vorkommen. In untergeordneten Gassen von Städten sieht man es auch gelegentlich.

Möglicherweise war die Lange Zeile in Erding nach diesem System numeriert. Wenn die Häuser auf beiden Seiten gleichmäßig verteilt sind, ergibt sich - sozusagen als Idealfall - die heutige Standardform, weil nach jedem einzelnen Haus ein Wechsel auf die andere Seite erfolgt. Möglicherweise ergab es sich in der Langen Zeile zufällig. Oder man hat einzelne Nummern geändert, so dass das heutige System entstand, allerdings mit dem bemerkenswerten Wechsel am Anfang und dem Umstand, dass im Hauptteil rechts die ungeraden sind und nicht links. Dass 5 a vor 5 kommt, ist ein Hinweis auf nachträgliche einzelne Anpassungen. Vielleicht war es früher Nr. 4 und man hat dann eine ungerade Nummer drausgemacht.

Einen unregelmäßigen Nummernverlauf besitzt auch der innere Teil der Haager Straße.


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 Betreff des Beitrags: Re: Erding und das Erdinger Hinterland
BeitragVerfasst: 23. Feb 2010 13:40 
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Zeno hat geschrieben:
Der Erker erinnert an den Erker von Alte Bergstraße 171 in Landshut. Bei der Suche nach einem Bild im Internet habe ich das hier gefunden, ein Hinweis darauf, dass sich Markus' Galerien immer mehr zu der Fundgrube einschlägiger Bilder schlechthin entwickeln :D:


na, das ist doch ganz erfreulich, wenn bei der Bildersuche im Netz das APH gefunden wird.
Diese Erker sind ja eigentlich für Landshut völlig untypisch, war zumindest in der Kernstadt (Altstadt, Neustadt) baulich verboten (offenbar insbesondere auf eine Bauvorschrift von 1405 zurückgehend), aber entlang der Bergstraße galt dieses Verbot offenbar nicht. Im Landshuter Ortsteil Berg, Am Graben 17, gibt es auch noch so einen Erker, oder auch z.B. in Dingolfing (Steinweg 4) oder Kraiburg (Marktplatz 22).


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 Betreff des Beitrags: Re: Erding und das Erdinger Hinterland
BeitragVerfasst: 13. Apr 2010 01:07 
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Erding: Altenerding und Heilig Blut

Noch zwei Erdinger Kirchen, zuerst Altenerding:
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die Pfarrkirche Mariä Verkündigung, 1724 vom Erdinger Anton Kogler, der Chor älter, die Rokokoausstattung von 1767

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besonders bemerkenswert die Schiffskanzel, eine weitere gibt es im nahen Niederding, ansonsten noch u.a. in Sittenbach (Lkr. Dachau), Irsee/Schwaben und Weißenregen im Bayr. Wald

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Heilig Blut am bereits im 19. Jh. angelegten Erdinger Stadtpark, auf der Nordseite die Brunnenkapelle von 1701:
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Inneres der Wallfahrtskirche:
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 Betreff des Beitrags: Re: Erding und das Erdinger Hinterland
BeitragVerfasst: 13. Apr 2010 01:37 
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Dorfen

Gründung der Wittelsbacher um 1230, Marktrechte 1331, Stadterhebung 1954, heute etwa 13500 Einwohner, eine der flächenmäßig größten Städte Bayerns. 1910 fand hier der berühmte Dorfner Bierkrieg statt, Grund war die Erhöhung der Maß Bier um 2 Pfennig, siehe auch in der Wikipedia/Geschichte http://de.wikipedia.org/wiki/Dorfen

Der jahrzehntelange erbitterte Widerstand gegen die von der Staatsregierung durchgedrückte A94 durch das Isental war letztendlich mal wieder erfolglos, die Autobahn wird die nächsten Jahre gebaut, die überlasteste Bahnstrecke bleibt dagegen sicherlich auch noch lange eingleisig...

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die Stadt von der Wallfahrtskirche Maria Dorfen aufm Berg nördlich aus gesehen (die Kirche derzeit in Renovierung).

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Das Zentrum gebildet aus zwei rechtwinklig aufeinandertreffenden breiten Straßenmärkten, in N-S-Richtung die alte Handelstraße von Landshut nach Wasserburg/Inn und Rosenheim, W-O-verlaufend die Straße München-Mühldorf/Inn. Darüber Maria Dorfen.

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am Schnittpunkt der 4 aufeinandertreffenden Straßen und Märkte die Marktkirche Sankt Vitus

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Das Kirchtor, eines der 3 erhaltenen Stadttore:
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Bürgerhäuser auf der Nordseite des Unteren Marktes

Ostseite vom Unteren Markt mit dem Öttinger Tor:
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die Bräuwinkl-Stuben am Marienplatz:
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 Betreff des Beitrags: Re: Erding und das Erdinger Hinterland
BeitragVerfasst: 13. Apr 2010 22:03 
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@Markus: im letzten Jahr hatte auch ich mal eine Erdinger Kirchentour unternommen und dabei auch die meisten der von dir gezeigten Kirchen besucht.

Wie deine Bilder zeigen, sind gerade in der Zeit des Barocks/Rokokos im Erdinger Land eine Reihe von sehr ansehnlichen Pfarrkirchen entstanden. Zwar gehört wohl keine der Kirchen zur ersten Kategorie in Bayern, aber wenn man bedenkt, dass hier mit eher bescheidenen finanziellen Mitteln „nur“ kleine Dorfkirchen gebaut wurden, so ist die Menge an qualitätsvollen Rokokodekorationen doch sehr erstaunlich.

Die Erdinger Gegend ist wirklich ein Geheimtipp für Freunde des Rokokos!


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